Benzinger Uhrenunikate

Benzinger Uhrenunikate

Uhrenunikate und Skelettuhren

Über das Veredeln von Uhrwerken namhafter Hersteller wie IWC oder Chrono-swiss fand Jochen Benzinger zu seiner Berufung – dem Bauen eigener Arm-banduhrenunikate.
Charakteristisch für ihn ist dabei das Anwenden alter Hand-werkstechniken wie dem Gravieren, Guillochieren und Skelettieren: seine Zifferblätter werden von Hand geschnitten, die Uhrwerke von Hand skelettiert und graviert, so wie es einst der Schweizer Uhrmacher Louis Abraham Breguet vor über 250 Jahren getan hat.
Das Guillochieren hat dabei eine uralte Tradition: Es entwickelte sich aus dem „königlichen Handwerk“ des Kunstdrechselns, in dem im 16. bis 18. Jahrhundert fast die gesamte Hocharistokratie ausgebildet wurde.
Denn dieses Handwerk versinnbildlichte deutlicher als jedes andere das damalige Weltbild, in dem sich alles um den Souverän drehte – oder zu drehen hatte.
Die alten Guillochiermaschinen stammen dabei zumeist aus dem 19. Jahr-hundert und ihre Bedienung erfordert Können, Erfahrung und Umsicht gleichermaßen.
Faden für Faden wird von außen nach innen das Muster geschnit-ten.
Die Maschine wird dabei mittels einer Kurbel manuell angetrieben.
Das Gravieren hingegen ist so alt wie die Menschheit selbst. Zu allen Zeiten schon haben die Menschen Schneidwerkzeuge benutzt, um Schmuck und Gebrauchsgegenstände zu verzieren. Graviert wird wie zu Dürers Zeiten mit einem Handstichel, so wie ihn dieser im 16. Jahrhundert zur Herstellung der Kupferdruckstöcke für seine berühmten Drucke benutzte.
Beim Skelettieren wird das Muster zunächst vorgraviert, dann wird mit einer Goldschmiedesäge alles weggenommen, was noch nicht graviert ist.
In Jochen Benzingers Atelier entstehen so pro Jahr nicht mehr als 100 individuelle Unikate, die sich je nach Ausführung aus einer Kombination von Handguillochieren, Handgravieren und Handskelettieren und unterschiedlicher Vergoldung ergeben.
Auch technische Umbauten wie 24-Stunden- oder Regulatoranzeigen werden hier vorgenommen. Das Uhrwerk selbst ist dabei nach dem Umbau und der Veredelung oft nicht mehr als das ursprüngliche wiederzuerkennen.
Diese Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und hauseigenen technischen Umbauten ist weltweit einzigartig.